Kinder- und Familienfest des Bundespräsidenten

IMG_7390

Ins Gespräch vertieft: Ernes Erko Kalac aus Eppertshausen (vorne rechts) mit Bundespräsident Christian Wulff.


Beim Kinder- und Familienfest zum Tag der Deutschen Einheit im Bonner Amtssitz des Bundespräsidenten war auch ein Eppertshäuser vertreten: Ernes Erko Kalac, Integrationsbeauftragter des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), zählte zu den Gästen auf dem Gelände der Villa Hammerschmidt.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Thema Integration. Kalac, gebürtiger Montenegriner, gründete vor neun Jahren den Eppertshäuser Gesundheits- und Kampfsportverein (GKV) Lotus. Dadurch schaffte er ein Angebot zur Integration von Menschen mit Behinderungen oder anderem kulturellen Hintergrund. Für sein ehrenamtliches Engagement erhielt er in den vergangenen Jahren zahlreiche Auszeichnungen.
Mit dem Bundespräsidenten Christian Wulff führte der Siebenundvierzigjährige ein einstündiges Gespräch. „Ich war erstaunt, wie gut der Präsident informiert war.“ Wulff habe detaillierte Kenntnis von seinem Lebenslauf gehabt. In Montenegro geboren, flüchtete Kalac 1998 vor dem Bürgerkrieg in der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik. Über mehrere europäische Länder fand er den Weg nach Offenbach, seit 2005 wohnt er in Eppertshausen.
Als positives Beispiel sollte Kalac dem Bundespräsidenten erzählen, wie Integration gelingen kann. Zwei Faktoren nannte er: Bildung und Sport. Kalac hatte 1999 den Weltcup im Kickboxen gewonnen, da war er bereits dreifacher jugoslawischer Karate-Meister. In Deutschland fand er durch den Sport schnell gesellschaftlichen Anschluss. Als Leistungstrainer gab er Stunden, verdiente sich Geld.
„Bildung hat meine vollständige Partizipation in der Gesellschaft vorangebracht“, sagt der diplomierte Maschinenbauer und Sportwissenschaftler. Das Lernen der deutschen Sprache sei zudem eine große Hilfe gewesen. Wie gut Kalac, der 2010 die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hat, die deutsche Sprache beherrscht, zeigt sich an einem Wortspiel. „Sport bewegt“, sagt der Eppertshäuser zum Ende des Gesprächs mit dem ECHO. Und meint damit: Sport bewegt die Sportler, aber auch die Gesellschaft.

 

Heute:13
Gesamt:33052
facebook_32Besuchen Sie mein Profil