Eppertshausen ‐ Die Bürokratie macht derzeit dem Vorsitzenden des Gesundheits-
Für Zuschüsse zur Jugendarbeit soll GKV Lotus „eine Liste mit Namen und Adressen der in Eppertshausen wohnhaften Jugendlichen“ vorlegen, so fordert es ein Schreiben der Gemeinde. Für Ernes Erko Kalac kein leichter Fall: Er sieht darin einen Verstoß gegen den Datenschutz und unnötigen Aufwand.
Der Gemeinde hingegen ist daran gelegen, nur Eppertshäuser Jugendliche, die in den Eppertshäuser Vereinen trainieren, durch die Finanzspritze zu unterstützen. Nicht ausgeschüttete Gelder des 3000 Euro hohen Etats für investive Maßnahmen von Vereinen sollen nun den Jugendlichen der sporttreibenden Vereine zugutekommen. Aus dem 3000 Euro-
„Alle Vereine werden gleich behandelt“
Ernes Erko Kalac scheinen die Hände gebunden. Er könne der Forderung nach Listen mit Namen und Adressen nicht nachkommen. „Ich habe mich bei der Datenschutzbeauftragten des Regierungspräsidiums Darmstadt informiert. Damit ich die Daten weitergeben darf, muss es in der Satzung geregelt sein. In unserer Satzung steht es aber nicht“, erklärt Kalac. Bei der Mitgliederversammlung im Dezember stand das Thema ebenfalls auf der Tagesordnung. Die Meinung der Mitglieder sei eindeutig gewesen, sie wollten das nicht, so Kalac. Zudem schätzt der Lotus-
Anders die Aussage der Gemeinde Eppertshausen. Eine Nachfrage beim Landkreis Darmstadt-
(Auszug aus Gemeindesatzung Eppertshausen - Richtlinien für die Zahlung von Zuschüssen an die Vereine
2. Zur Investitionsförderung werden jährlich 3.000,00 Euro in den Haushalt eingestellt, hiervon werden gemäß Beschluss der Vereinsvertretersitzung die Kosten der Veranstalterhaftpflichtversicherung der Ortsvereine abgezogen. Alle Vereine können für langlebige Wirtschatfsgüter Anträge auf Bezuschussung stellen.
Als langlebige Wirtschaftsgüter gelten Güter mit einem Bruttoeinzelpreis in Höhe ab 410,00 €.
Über die Anträge entscheidet der Gemeindevorstand im Rahmen der Haushaltsmittel. Bei einer Bewilligung eines Investitionszuschusses beträgt die Höhe des Förderungsbetrages in der Regel 10 % der anerkannten Kosten. Ein Rechtsanspruch auf einen Investitionszuschuss besteht nicht.
Weiterhin erhalten aus diesem Ansatz der Tisch-Tennis-Club und der Schachclub jeweils 150,00 Euro. Der dann noch verbleibende Betrag wird am Ende des Haushaltsjahres an die sporttreibenden Vereine im Verhältnis der von den Vereinen gemeldeten Jugendlichen beim Landessportbund ausgeschüttet.)
Auf einen Kompromiss mit der Gemeinde Eppertshausen hofft derzeit Kalac: „Das ist doppelte Bürokratie und bringt den Verein schnell in Armut und das Ehrenamt in Gefahr“, sagt Kalac nachdenklich. „Wir machen die Sache für die Eppertshäuser und würden uns wünschen, dass uns die Gemeinde dabei unterstützt und nicht noch mehr Arbeit macht.“
„Alle Vereine werden gleich behandelt“, betont Carsten Helfmann. Insgesamt sechs Vereine haben das Schreiben mit der Aufforderung erhalten, eine Antwort bleib nur Lotus schuldig. Nun soll der Betrag vorerst eingefroren werden, so der Rathauschef. (Quelle Of-Post von Christina Schäfer)
